Tierschutzthemen

Kalender 2015 Katzenalltag

Dieser Kalender ist mit freundlicher Unterstützung des Tierheims Gütersloh entstanden und die Stars dieses Kalenders sind die Katzen des Tierheims.

Dieser Kalender soll zeigen was für tolle Katzen in den Tierheimen dieses Landes auf liebe Menschen warten, die sich derer annehmen. Pro verkauften Kalender gehen 0,50 € in den Tierschutz.

 

Die Kalender können in folgenden Online-Shops erworben werden:

- www.amazon.de

- www.kalenderhaus.de

- www.buchhandel.de

- www.ebay.de

- www.bookbutler.de

Dort einfach nach "Katzenalltag 2015" oder "Katzenalltag 2015 Scholz" suchen

 

Außerdem ist dieser Kalender in jeder Buchhandlung zu bestellen.

Die ISBN-Nummern lauten:

DIN-A-5 978-3-660-82513-8

DIN-A-4 978-3-660-82512-1

DIN-A-3 978-3-660-82511-4

 

 

Neu - Chip bei allen Katzen im Tierheim Steinatal

Der Tierschutzverein hat sich entschieden, ab sofort alle Katzen mit einem Chip zu versehen. Unsere Hunde werden bereits schon alle gechipt. Dies soll jetzt auch unseren Katzen nicht vorenthalten werden. Sie können hiermit eindeutig identifiziert werden und mittels der Registrierung bei Tasso kann ihr rechtmässiger Besitzer schnell und unkopliziert ermittelt werden. Deshalb empfehlen wir grundsätzlich jedem, sein Tier chipen zu lassen. Den relativ geringen Kosten von 30,- Eur stehen sehr viele Vorteile gegenüber, die wir im folgenden kurz erläutern möchten.

Dieser winzige Chip, der mit einer Spritze unter der Haut plaziert wird, und das Tier in keiner Weise behindert, läßt sich auch nach vielen Jahren sicher und eindeutig wiedererkennen. Der Eingriff ist unkompliziert. Im Idealfall lässt man die Katze chipen, wenn eh eine Narkose - wie beispielsweise eine Kastration - ansteht. Der Chip kann aber auch ohne Betäubung implantiert werden.

Der Chip ist auch sehr nützlich, um bei einer irgendwo zugelaufenen Katze nachzuweisen, daß es sich tatsächlich um Ihr entlaufenes Tier handelt. Ob ein Tier einen Chip trägt, läßt sich nur vom Tierarzt oder im Tierheim mit einem speziellen Lesegerät feststellen. Viele Leute, denen eine Katze zuläuft, lassen die Katze nicht auf das Vorhandensein eines Chips prüfen. Deshalb auch hier gleich der Hinweis: sollte Ihnen eine Katze zulaufen, lassen sie sie erst bei uns oder beim Tierarzt auf einen möglichen Chip prüfen. Damit erspart man den Besitzern, die das Tier schon verzweifelt suchen, sehr viel Sorge. Alle Fundtiere, die bei uns abgegeben werden, werden sofort bei Ankuft von uns auf Mikrochip oder Tätowierungen untersucht um eben genau dies zu verhindern.

Auch können gechipte Katzen mit den ensprechenden Impfungen auch ins Ausland verreisen oder ins Ausland umziehen. Ohne Chip ist dies nicht möglich.

Ein zusätzlicher Vorteil eines solchen Chips ist auch die Kombination mit einer ensprechender Katzenklappe. Diese Klappe kann auf einen oder mehrere Chips programmiert werden. Damit ist sicher, dass auch nur ihre Katzen ins Haus kommen.

All diese Vorteile werden das Leben unserer Katzen, die wir vermitteln, etwas erleichtern. Besonders eben wenn es um die Rückvermittlung von Katzen geht, die sich verlaufen haben und aus eigengen Stücken den Weg nach Hause nicht mehr finden.

Artikel aus der Badischen Zeitung vom 11. Januar 2012:

 

Tierschützerin: Schwäne dürfen im Winter gefüttert werden

Sollen Schwäne im Winter gefüttert werden? Darüber scheiden sich die Geister. Nun widerspricht eine Ornithologin aus dem Kreis Waldshut der Darstellung des Wehrer BUND, der die Fütterung kritisiert hatte.

 

Weil das Wasser immer sauberer wird, suchen Schwäne am Wehradelta immer häufiger erfolglos nach Futter, sagen Tierschützer.

Die Kritik des Wehrer BUND am Füttern von Schwänen am Wehradelta ruft Tierschützer auf den Plan. Das Argument einer natürlichen Auslese nach dem Darwinschen Prinzip sei längst überholt. Die Wasservögel am Rhein hätten kaum noch natürliche Nahrungsgrundlagen, sagt die Vorsitzende des Tierschutzvereins Waldshut-Tiengen, Andrea Girsch.

"Ein Vogel verliert in einer frostigen Nacht bis zu zehn Prozent seines Körpergewichts." Andrea Girsch

Der Rhein ist so sauber wie noch nie – was den Menschen freut, raubt Algen und anderen Wasserpflanzen den Nährboden. Die Pflanzen wiederum sind laut Girsch Hauptnahrungsquelle der meisten Wasservögel. Um ihr Fehlen auszugleichen, sei es sinnvoll und notwendig, die Vögel zu füttern. "Das Futter, das ins Wasser geworfen wird und auch die wenigen Reste, die am Ufer herunterfallen, werden unverzüglich von den ausgehungerten Vögeln vertilgt", so Girsch. Davon, dass Futterreste Ratten anziehen, könne also keine Rede sein.


Eben das war auf der Hauptversammlung der Wehrer Ortsgruppe des Bunds für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND)im Dezember als Problem thematisiert worden. Zudem gerieten die Tiere durch die tägliche Fütterung in eine Art Abhängigkeit, so die Sorge. Girsch widerspricht: Nicht einmal Handaufzuchten verlören die Fähigkeit zur eigenständigen Futtersuche. Deshalb sei es auch bei Singvögeln im Garten sinnvoll, sie im Winter regelmäßig und immer am selben Platz zu füttern. Und zwar nicht nur bei einer geschlossenen Schneedecke, sondern durchgehend von September an, damit die Vögel ihren Futterplatz rechtzeitig kennen lernen können. "Ein Vogel verliert in einer frostigen Nacht bis zu zehn Prozent seines Körpergewichts", betont Girsch. "Um diesen Verlust auszugleichen, muss er sofort bei Sonnenaufgang eine Futterstelle kennen." Girsch ist Ornithologin und seit Jahren im Vogelschutz engagiert. Auch sie hält eine Renaturierung der Lebensräume, wie sie Umweltverbände fordern, für wünschenswert. Solange diese jedoch Utopie sei, "ist eine Zufütterung gewisser Vogelarten gerade im Winter eine moralische Verpflichtung, um einen gesunden Beitrag zur Arterhaltung zu leisten".

 

Hinweise auf hungernde Schwäne
Rosemarie Hoffmann aus Öflingen, die früher im Tierschutz aktiv war und häufig am Wehradelta spazieren geht, berichtet ebenfalls von ausgehungerten Schwänen. Und von Kindern, die sich an Brot pickenden Wasservögeln erfreuten. Der Kontakt fördere das Mitgefühl für Tiere, ist Hoffmann überzeugt. Umso mehr ärgert sie die Haltung des BUND. Die Ortsvorsitzende Inge Böttinger sagte auf Anfrage, dass sich die Kritik ausschließlich gegen die allmorgendliche Schwanenfütterung an der Wehramündung richte, wo das ganze Jahr über mit nicht artgerechtem Futter gefüttert werde. Die Ortsgruppe hat das Umweltschutzamt des Landkreises gebeten einzuschreiten. Die Angelegenheit werde noch geprüft, sagte Landratsamtssprecher Jürgen Glocker der BZ.

Informationen zu Tauben in unseren Städten:

stadttaubenflyer.pdf
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aktion tier begrüßt Entscheidung des Bundesrates

– keine Wildtierhaltung mehr im Zirkus

 

Berlin/München, 26.11.2011. Noch ist der Jubel verhalten, denn bereits im Jahr 2003 hat der Bundesrat einen ähnlichen Beschluss gefasst und ein Haltungsverbot für Affen, Elefanten und Großbären ausgesprochen. Die Bundesregierung hat dieses vom Bundesrat gewollte Verbot aber wegen rechtlicher Bedenken nie umgesetzt. Auch dieses Mal hat die Bundeslandwirtschaftsministerin Frau Aigner im Vorfeld schon wieder zu erkennen gegeben, dass sie rechtliche Bedenken hegt. Das Wiederholen dieser rechtlich nicht haltbaren „rechtlichen Bedenken“ der Bundeslandwirtschaftsministerin ist wohl eher dem Einfluss der starken Lobby der Zirkusunternehmer geschuldet, als tatsächlicher rechtlicher Prüfung.

 

Wer mit offenen Augen in den Zirkus geht, erkennt das Leid der gefangenen Wildtiere auf den ersten Blick. Da wirkt es wie Hohn, wenn ein Sprecher eines großen Zirkusunternehmens davon spricht, dass es sich bei den im Zirkus zum allgemeinen Spektakel eingesetzten Elefanten, Nashörnern, Löwen, Giraffen, Bären, Seelöwen etc. gar nicht mehr um Wildtiere handelt. Deshalb kann man wohl seiner kruden Vorstellung nach tonnenschwere Elefanten ruhig anketten, Affen ruhig in viel zu kleinen Käfigen halten, Nashörnern einen Raum, kleiner als Kinderzimmer vorhalten. Genau das ist das Problem, dass die Zirkusbetreiber ihre Wildtiere wie Wesen behandeln, bei denen alles, was ihre Natur ausmacht, gar nicht mehr vorhanden ist. Bei so wenig Wildtier ist ein Zirkusdompteur wohl froh, dass aus den Kehlen der Löwen noch ein Brüllen, und nicht ein Piepsen kommt.

 

Es ist katastrophal, wie diese Tiere in den Zirkussen gehalten werden und was mit ihnen dort alles angestellt wird. Das ständige Umherreisen verursacht bei diesen Wildtieren einen Stress, den niemand akzeptieren kann. Judith Brettmeister von aktion tier erläutert: „Auch die Zeiten der Dressur bieten keinen Ersatz für den natürlichen Bewegungsdrang der Wildtiere, da es hier allein darum geht, den Tieren oftmals mit mehr als fragwürdigen Methoden etwas beizubringen, was sie niemals freiwillig tun würden. Alles, was mit diesen Tieren im Zirkus geschieht, hat nichts mit einer artgerechten Haltung von Wildtieren zu tun, weshalb viele dieser Tiere oft verhaltensauffällig sind, schwerwiegend erkranken oder gar zu Tode kommen“.

 

Andere EU-Länder, sowie einige Überseestaaten haben bereits seit Jahren die Haltung von Wildtieren verboten und auch in Deutschland gibt es immer wieder Kommunen, die den Zirkussen mit Wildtieren aus Tierschutzgründen keine Erlaubnis zum Auftritt in ihrer Gemeinde erteilen. Jetzt sollte endlich auch die Bundesregierung zu der Einsicht kommen, dass es mit dieser Tierquälerei in der Zirkusarena ein Ende haben muss.

aktion tier – menschen für tiere e.V. ist deutschlandweit eine der mitgliederstärksten Tierschutzorganisationen. Der Verein hat sich zur Aufgabe gemacht, die Bevölkerung durch Kampagnen und  Informationsveranstaltungen auf Missstände im Tierschutz aufmerksam zu machen und Lösungen aufzuzeigen, wie diesen nachhaltig begegnet werden kann.

Weitere Informationen bei:
Judith Brettmeister, aktion tier - Geschäftsstelle München, Tel: 089-326698-10 (Judith.Brettmeister@aktiontier.org).

aktion tier – menschen für tiere e.V.
Pressestelle
Kaiserdamm 97
14057 Berlin
Tel.: 030-301038-33
Fax: 030-301038-34
www.aktiontier.org
info@aktiontier-pressestelle.org

 

Gans Bio, oder gar nicht - aktion tier e.V. klärt über Haltungsformen von Gänsen auf


Berlin/München, 10.11.2011. Mit dem Gedenktag des Heiligen Martin von Tours, am 11. November beginnt traditionell die Zeit des Gänseessens. Für viele hunderttausend Gänse bedeutet diese Jahreszeit der Tod nach einem kurzen und qualvollen Leben. Wer nicht auf den Verzehr dieses Geflügelfleisches verzichten möchte, sollte beim Einkauf genau darauf achten, was in den Einkaufswagen gelegt wird. Der Verbraucher hat sich zu entscheiden, zwischen Stopf-, Mast-, Weide- und Biogans. Dabei spielt weniger der Geschmack ein Rolle, als vielmehr die Haltungsform.


Judith Brettmeister von der aktion tier – Geschäftsstelle München führt aus: „ Die übelste Haltungsform ist die Stopfgans, bei der eigentlich die Gewinnung von Gänsestopfleber im Vordergrund steht. Die Produktion von Gänsestopfleber ist zwar in Deutschland verboten, darf aber aus Ungarn, Bulgarien und Frankreich importiert werden“. Für dieses „Gourmetprodukt“ wird den Gänsen alle drei bis vier Stunden ein langes Metallrohr in den Schnabel gerammt, welches bis zum Magen reicht. Durch das Rohr wird gesalzener Maisbrei gestopft. Häufig werden die Schnäbel verletzt, oder die Innereien des Tieres.


Nicht viel besser ergeht es den Mastgänsen, diese werden zwar nicht mit Maisbrei gestopft, müssen aber innerhalb von 12 Wochen Schlachtreife erlangen. Um eine Gewichtszunahme in diesem Tempo zu gewährleisten, müssen die Tiere in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt und mit Mastfutter versorgt werden. In riesigen Hallen sind mehrere Hundert Gänse zusammengepfercht. Unter Dämmerlicht vegetieren sie vor sich hin. Krankheiten, wie Atemnot oder Gelenkprobleme sind Normalität.


Ein bisschen mehr Luxus können die Gänse aus Freilandhaltung, oder auch sog. Weidegänse genießen. Sie dürfen auf die grüne Wiese und werden erst nach vier Monaten geschlachtet. Das Fleisch ist qualitativ besser, was dementsprechend kostet.

Judith Brettmeister rät aber: „Wer unbedingt zu Martini oder in der Weihnachtszeit eine Gans essen möchte, sollte nur Geflügel in Bioqualität verspeisen. Biogänse haben viel Auslauf und können auch mal im Wasser schwimmen. Der höhere Preis ist nicht nur durch die gesündere Qualität und dem besseren Geschmack des Fleisches gerechtfertigt, sondern auch dem Tierschutz geschuldet“.

 

aktion tier – menschen für tiere e.V. ist deutschlandweit eine der mitgliederstärksten Tierschutzorganisationen. Der Verein hat sich zur Aufgabe gemacht, die Bevölkerung durch Kampagnen und Informationsveranstaltungen auf Missstände im Tierschutz aufmerksam zu machen und Lösungen aufzuzeigen, wie diesen nachhaltig begegnet werden kann.


Weitere Informationen bei:
Judith Brettmeister, aktion tier - Geschäftsstelle München, Tel: 089-326698-10 (Judith.Brettmeister@aktiontier.org).

aktion tier – menschen für tiere e.V.
Pressestelle
Kaiserdamm 97
14057 Berlin
Tel.: 030-301038-33
Fax: 030-301038-34
www.aktiontier.org
info@aktiontier-pressestelle.org

 

Bis 15. Dezember 2011


Auch wir unterstützen die Einführung einer gesetzlichen Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Hunde und Katzen. Bitte geben Sie Ihre Stimme ab!


So wird den Tieren viel Leid und Stress erspart, wir haben weniger Arbeit und Ärger mit den Gemeinden und die tierlieben Halter bekommen ihren Liebling schnell zurück. Und die weniger tierlieben Halter können identifiziert und zur Verantwortung gezogen werden.


Die Petition liegt im Tierheim zur Unterschrift aus, oder drucken Sie sich selbst eine Liste aus und senden Sie diese bitte direkt an Tasso oder geben Sie uns diese Liste bis Mitte Dezember 2011 im Tierheim ab, wir senden die Listen Ende Dezember gesammelt an Tasso zurück.



Welttierschutztag am 4. Oktober 2011: 

 Ja zum Tierschutz - Ja zur Registrierungspflicht

TASSO und Bund gegen Missbrauch der Tiere (bmt) starten Unterschriftenaktion


TASSO und der bmt fordern anlässlich des Welttierschutztages am 4. Oktober 2011 die Einführung einer gesetzlichen Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Hunde und Katzen in Deutschland. Die beiden Tierschutzorganisationen haben dazu eine Petition an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages gestartet. Jetzt zählt jede Stimme, um das Vorhaben zum Erfolg zu führen. Die Unterschriftenliste kann unter www.tasso.net/Tierschutz/Aktionen/ Registrierungsgesetz heruntergeladen werden.


Warum eine Registrierungspflicht?

Die 29-jährige Erfahrung von TASSO zeigt ganz eindeutig, dass nur ein gekennzeichnetes und registriertes Tier im Verlustfall eine Chance auf die Rückvermittlung zu seinem Besitzer hat. Das beweisen die jährlich über 52.000 von TASSO zurückvermittelten Tiere. Wenn das Tier schnell zurückvermittelt wird, wird ihm zudem ein längerer Aufenthalt im Tierheim erspart. So könnte TASSO die Tierheime bei einer flächendeckenden Registrierung mit rund 22 Millionen Euro pro Jahr entlasten! Genau die Summe, die den Tierheimen in Deutschland nach Angaben großer Tierschutzorganisationen fehlt. Ebenso wird sich mit der Registrierungspflicht ein Rückgang ausgesetzter Tiere wie in der Schweiz bemerkbar machen.

In den europäischen Nachbarländern Österreich und der Schweiz ist die Kennzeichnung und Registrierung seit einigen Jahren gesetzlich vorgeschrieben. Nur in Deutschland gibt es bisher noch keine entsprechenden gesetzlichen Regelungen. Daher fordern TASSO und der bmt: Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für alle Hunde und Katzen!


Machen Sie mit! Hier geht es zur Unterschriftenliste.

 

© Copyright TASSO e.V.

 

Was tun, wenn einem jetzt ein Igel über den Weg läuft? TASSO gibt Tipps.


Viele Jahre lang galt: Wer im Spätherbst einen herumlaufenden kleinen Igel sieht, sollte ihn mitnehmen und zu Hause über den Winter bringen. Doch das muss man heutzutage differenzieren, betont Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO e.V.: „Igel sind robuster, als viele denken. Nur wenn das Tier erkennbar krank oder unterernährt ist, benötigt es menschliche Hilfe.“

Derzeit sind noch viele kleine Igel unterwegs, um sich für den bevorstehenden Winter ein Fettpolster anzufressen. Liegen die Außentemperaturen deutlich über dem Gefrierpunkt, haben sie auch gute Aussichten. „Allerdings sollte ein Jungigel im November wenigstens 500 bis 600 Gramm wiegen, bevor er sich ohne die Gefahr des Verhungerns ins Winterquartier verabschieden kann“, erklärt McCreight. „Solange draußen noch Insekten oder Würmer zu entdecken sind, ist die Speisekarte gefüllt. Dann sollte man den Igel seiner Wege ziehen lassen.“

Wenn die Nahrungstiere der Igel seltener werden, hilft ein abendliches Zubrot zum ausreichenden Winterspeck: „Zum Füttern eignet sich Dosenfutter für Katzen, vermischt mit Haferflocken, oder ungewürztes gegartes Rührei und Hack“, empfiehlt Ulli Seewald, Vorsitzende von Pro Igel e.V. In diesem bundesweit tätigen Verein haben sich Igelexperten, darunter Wissenschaftler, Tierärzte, Sachbuchautoren und Vorsitzende deutscher Igelschutzvereine, zusammengeschlossen. Macht das Stacheltier einen eher jämmerlichen Eindruck, ist auffallend dünn und apathisch, dann sei Hilfe im Haus nötig. „Einen Igel zu Hause zu pflegen und überwintern zu lassen, erfordert Sachkenntnis“, sagt sie. „Deshalb sollte man sich zunächst informieren; auf unserer Homepage www.pro-igel.de findet man genaue Hinweise und Tipps“.

 

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Tiere aussetzen kein Kavaliersdelikt: Bis zu 25.000,- Euro Strafe drohen!

 

Jedes Jahr im Sommer spielen sich in der Notrufzentrale von TASSO Dramen ab: Immer mit Beginn der Ferienzeit werden Haustiere kurz vor dem Urlaub einfach vor den Tierheimen oder an abgelegenen Plätzen ausgesetzt. Ann-Kathrin Fries, Rechtsanwältin bei TASSO, weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass zum aktiven Aussetzen auch das Anbinden eines Hundes an einer Autobahnraststätte bzw. vor einem Tierheim oder das Verjagen eines Hundes oder einer Katze gehört. Unter den Begriff des Aussetzens fällt auch schon das bewusste Entlaufenlassen eines Tieres, d.h. wenn bewusst eine Situation herbeigeführt wird, die dem Tier das Entlaufen ermöglicht.

 

Aber nicht nur das bewusste Aussetzen des Tieres, sondern auch sein Tier über einen längeren Zeitraum allein lassen, ist gemäß § 3 Tierschutzgesetz verboten. Wer also seinem Tier z. B. Futter und Wasser hinstellt und dann für zwei Wochen in den Urlaub fährt, ohne, dass sich jemand regelmäßig um das Tier kümmert, macht sich strafbar. Dass es sich dabei bei Weitem nicht um ein Kavaliersdelikt handelt, zeigt sich in der Strafandrohung für dieses Verhalten. Nach dem Tierschutzgesetz muss jeder, der ein Tier vorsätzlich oder fahrlässig aussetzt oder zurücklässt, mit einer Geldbuße von bis zu 25.000,- Euro rechnen.

 

© Copyright TASSO e.V.